Nachwort


Mit C++ hat die Entwicklung der Programmiersprachen eine deutliche Hürde überwunden. Mit Hilfe der Klassen orientiert die sich Sprache wesentlich mehr an den Problemen der realen Welt als ihre Vorgängerin. Und sie behält die große Stärke der bisherigen Sprache “C” bei: die Flexibilität im Umgang mit maschinennahen Elementen wie Zeigern. Mit der veränderten Sicht wird sich auch der Programmier- und Entwicklungsstil verändern.


Objektorientiert programmieren heißt auch: die Probleme der realen Welt besser erkennen und verstehen. Dazu ist logisches Denken und Engagement nötig. Wo bisher oft die Detailprobleme der Programmiersprache oder der verwendeten Maschine den Programmierstil prägten, soll die OOP den Blick auf das Wesentliche des bearbeiteten Problems richten. Es ist daher sicher kein Zufall, daß gerade benutzerfreundliche Oberflächen meist einen objektorientierten Aufbau zeigen.


Neben den graphischen Oberflächen, die die PCs oder UNIX-Rechner immer mehr erobern, und der Vernetzung, wird die objektorientierte Programmierung, und damit C++, sicher zu den großen Gewinnern der nächsten Jahre zählen.


Mit der wesentlich erhöhten Sicherheit der Programme steigt auch die Wartungsfreundlichkeit. Und, wie ich hoffe, der Spaß am Programmieren.


Was bleibt Ihnen als Leser noch zu tun? Nun, das Wichtigste ist es, sich ein Beispiel zu suchen, an dem eigenes Interesse hängt. Ohne Praxis kann man kaum effektiv programmieren.


Und über die eigentliche Sprache hinaus, sollte ein Programmierer sich auch mit der Analyse und dem Design von Programmen beschäftigen. Hier gibt es eine Fülle von Literatur und Tools.



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Wenn Sie also planen, einmal selbst ein größeres Projekt anzugehen, dann sollten Sie sich die Mühe machen, auch Design-Aspekte zu betrachten. Am weitesten verbreitet sind heute die Arbeiten zur UML (unified modeling language).


Die UML ist eine objektorientierte Modellierungssprache, die von Grady Booch, James Rumbaugh und Ivar Jacobson entwickelt wurde. Es wäre hier sicher sinnvoll, auch in das Design von Softwaresystemen Zeit zu investieren.


Nun aber wünsche ich Ihnen


"Viel Erfolg!"


Walter Herglotz

wjh@walter-herglotz.de








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